Das erste Krankenhaus der Schweiz ohne Vorhänge
Spital Riviera-Chablais, Schweiz
Spital Riviera-Chablais, Schweiz
Im Aufwachraum schaffen 145 cm hohe Faltwände Privatsphäre für Patienten, während das Pflegepersonal Patienten und Geräte vollständig im Blick behält.
Das neue Spital Riviera-Chablais an der Schweizer Riviera ist das erste Spital der Schweiz, das alle Vorhänge entfernt hat.
„Es ist bekannt, dass Krankenhausvorhänge eine erhebliche Infektionsquelle sind. Ein Anstieg von Antibiotikaresistenzen und Krankenhausinfektionen sind eine Herausforderung für die öffentliche Gesundheit und im Krankenhaus eine zentrale Priorität“, sagt Sylvain Bertschy, verantwortlich für die Beschaffung von Ausstattung im Spital Riviera-Chablais in Rennaz.
Nach der Entscheidung, systematisch alle Vorhänge aus dem Spital zu entfernen, erhielt die Abteilung Einkauf und Logistik den Auftrag, eine geeignete Lösung am Markt zu finden.
Sylvain Bertschy, verantwortlich für die Beschaffung von Ausstattung im Spital Riviera-Chablais.
„Vor vier oder fünf Jahren hat niemand hinterfragt, ob Krankenhausvorhänge eine gute Idee sind. Sie gehörten zur Grundausstattung eines Patienten- oder Sprechzimmers. Unsere Abteilung stand vor einer echten Herausforderung“, erklärt Sylvain Bertschy.
„Unsere Recherche führte uns zu Silentia, einem Anbieter, den wir bereits kannten, weil er die Faltwände in der Tagesklinik unseres Standorts Vevey Samaritain montiert hatte“
Um das Konzept vorzustellen und die Leistung in einem Umfeld von der Größe des Spitals in Rennaz zu prüfen, testeten Technikexperten und Pflegefachkräfte das Produkt in einem simulierten Patientenzimmer. Das Projekt lief insgesamt drei Jahre.
In der Notaufnahme schützen 165 cm hohe Faltwände die Privatsphäre der Patienten, ohne sie einzuschließen.
Alle – von den Kantonen bis zu den Projektteams – wollten, dass das neue Spital Riviera-Chablais für Innovation und Wandel steht. Der Verzicht auf Krankenhausvorhänge gehört dazu. Geplant war auch, die Fenster mit Einwegvorhängen auszustatten. Doch die hohen Kosten und der große CO2-Fußabdruck führten zur Entscheidung für Jalousien und satiniertes Glas.
Die Zimmer sind sehr hell. Dank der Daylight-Faltwand erhalten auch die Patienten, die am weitesten vom Fenster entfernt liegen, Tageslicht.
Die Abteilungen sind Ende 2019 in ihre neuen Räume gezogen, Rückmeldungen folgen in den kommenden Wochen. Tests durch das Pflegepersonal und Rückmeldungen vom Standort Vevey haben bereits die Ergonomie, Langlebigkeit und Einfachheit der Silentia Faltwände hervorgehoben.
Silentia hat sich zudem im öffentlichen Vergabeverfahren als äußerst wirtschaftlich erwiesen.
„Die Entscheidung, alle Krankenhausvorhänge zu entfernen, war nicht nur für den Komfort von Patienten und Pflegepersonal positiv, sondern auch für ihre Sicherheit, weil die Faltwände die Hygiene vor Ort verbessern“, stellt Sylvain Bertschy fest.
Das Spital Riviera-Chablais hat fast 300 Silentia Faltwände montiert. Einfachheit, Flexibilität und Ergonomie des Systems erfüllen die Anforderungen ganz unterschiedlicher Bereiche – von Aufwachräumen über die Notaufnahme bis zu Zweibettzimmern.
„Wir arbeiten partnerschaftlich mit unseren Lieferanten. Silentia hat sich als wirklich proaktiver Ideengeber erwiesen. Gemeinsam haben wir fast 300 Faltwände in ganz unterschiedlichen Bereichen montiert – Kinderklinik, Notaufnahme, Aufwachräume, Dialyse und Patientenzimmer. Während des gesamten Projekts haben wir Professionalität, Erfahrung, Beratung und Engagement von Silentia geschätzt“, sagt Sylvain Bertschy.